12.02.2019

Kampfrichter- Grundlehrgang 2015

31.10.2015

Grundlehrgang 2015

Am 31.10. fanden sich die 16 Teilnehmer zur ersten Runde des Grundlehrgangs im Sitzungszimmer des Rathauses ein, das dem Lehrgang beste Bedingungen bietet - dankeschön!

Marian begrüßte die Lehrgangsteilnehmer, bevor sich die ersten zwei Lehrgangsstunden mit den allgemeinen Grundlagen der leichtathletischen Wettkämpfe befassten. Allgemeine Grundlagen, das sind die Fragen zu Altersklassen, Startrecht, Ablauf der Meldungen, Vorkampf und Finale. Aber es gehört auch dazu, wie wir Kampfrichter gemeinsam mit dem Ausrichter und Veranstalter dafür sorgen, dass die Wettkämpfe Spaß machen und zu einem Höhepunkt für die Beteiligten werden. Und nicht zuletzt: Auch uns Kampfrichtern soll’s Spaß machen, unseren Beitrag dafür zu leisten.

Kampfrichter helfen

Unsere Aufgabe sehen wir in erster Linie beim Leiten und Gestalten der Wettbewerbe, so dass die Wettkampfregeln eingehalten werden können. Wenn das mit den Regeln dann doch einmal nicht so klappt, erst dann verwarnen wir den Athleten und -wenn irregulär Ergebnisse erzielt wurden- disqualifizieren ihn ggf. auch. Dieses “Richten” aus unserem Namen “Kampf richter”  wollen erst dann anwenden, wenn wir vorher gut geholfen haben, dann aber leider doch Abweichungen von den Wettkampfregeln ahnden müssen.

Wir gestalten Wettbewerbe - was auch immer das ist ...

Danach standen die Wettbewerbe auf der Tagesordnung. Warum gibt’s Mannschaftswettkämpfe oder Mehrkämpfe noch neben den Einzeldisziplinen und dann haben wir noch eine Qualifikation, Vorläufe, Zwischenläufe und B- und A- Endläufe. Wer wird denn nun Sieger über 100m aus diesem Durcheinander an Läufen?
Nun ja, wir wissen das nun. Aber die dienstälteren Obleute und Schiedsrichter haben das sicher vorerst noch besser auf der Waffel, als wir. Da verlassen wir uns erst einmal auf deren Erfahrung und lassen es uns bei Gelegenheit noch mal erklären.

Altersklassen, Gewichte und Strecken - viel Tabellenzeugs


Weiterer Schwerpunkt ist die Gerechtigkeit. Kampfrichter sorgen für gerechte Bedingungen, so dass vergleichbare Leistungen entstehen können. Das ist ein weites Feld und das beginnt schon mal bei der Einteilung der Teilnehmer in verschiedene Altersklassen. Da gibt’s ja schon im Kinder- und Jugendbereich eine Vielzahl an Klassen und Klassengruppen und besonderen Wertungsmodi. Und dann kommen da noch die Seniorensportler mit Altersklassenfaktoren und aller fünf Jahre eine neue Klasse. Nachdem wir nun die Jahrgänge sortiert haben und auch noch gehört haben, dass die normale Rundbahn im Stadion nicht etwa 400m lang, sondern immer etwas länger ist, konnten wir uns nun dem Start, der Laufbahn und der Zeitnahme widmen. Da geht vieles dank Technik automatisch, aber wir wissen nun auch, wie man das von Hand macht.
Eine stressige Aufgabe wäre da noch die Funktion des Bahn- und Wechselrichters und ganz zu schweigen vom Traumjob als Rundenzähler. Man glaubt gar nicht, was da alles schief gehen kann. Aber keine Sorge, wir haben auch gelernt, wie wir Fehler vermeiden können und wie wir dafür sorgen, dass man selbst nach einem Fehler möglichst noch ein brauchbares Ergebnis herausbekommen kann. Willst Du das auch wissen? Dann komm’ zur Kampfrichterausbildung.

Laufen kann man auch draußen


Es gibt übrigens nicht nur Läufe auf der Rundbahn des Stadions, sondern auch Cross- und Straßenläufe, wo die Leistungen in vollen Minuten und Sekunden und die Entfernungen in Kilometer angegeben werden.

Kreuze und Kringel? Wir können auch Zahlen!

Ergebnisse nützen erst etwas, wenn sie auf dem Papier stehen. Also widmet Anke noch eine Stunde der Protokollführung. Da geht nun nichts mehr schief - wir wissen, wie das funktioniert!
Maria erklärte, wie man mit drei einfachen Zeichen einen ganzen Hochsprung auf der Wettkampfliste verwaltet. Wer hätte gedacht, dass man dazu nur die Zeichen “O”, “X” und “-” braucht?

Fein, beim Weit- und Dreisprung werden dann aber doch Zahlen aufgeschrieben. Klar, das weiß doch jeder, wie so ein Weitsprung funktioniert: Anlauf - Absprung - Landung - Messen. Fertig! Aber da gibt’s noch ein Plastillinebrett, eine Zone, einen Absprungbalken, eine Anlaufbahn, einen Windmesser, eine Weitsprunggrube, eine Anzeigetafel. Wie man das alles beherrscht und am Ende sogar der Sieger den Wettkampf gewinnt -auch im Protokoll und in der Jahresbestenliste-, das lernt man bei der Ausbildung zum Kampfrichter.

Wolfgang weiß noch einiges zu den Wurfdisziplinen und hat uns nun auch die leichten und schweren Wurfgeräte näher gebracht. Nun können wir die Leistungen von Christina Schwanitz nicht nur als ganz toll einschätzen, sondern wir können’s sogar ausmessen und korrekt in die Ergebnisliste schreiben.

Mit diesem Wissen werden wir dem nächsten Wettkampf, den Kreismeisterschaften in der Halle am 15.11., richtig zum Erfolg verhelfen. Strahlende Sieger werden nicht nur das Herz des Trainers höher schlagen lassen, sondern auch wir als Kampfrichter freuen uns, wenn wir mit unserer Arbeit gute Ergebnisse ermöglicht haben und wenn am Ende wirklich die besten auf dem Siegerpodest stehen.

Bis bald!
Eure neuen Kampfrichter